Antonie Deusser-Stiftung: Aktuell
August Deusser zu Gast in Köln (D)

Drei Gemälde aus dem Besitz der Antonie Deusser-Stiftung werden in der zweiten Jahreshälfte im Wallraf-Richartz-Museum in Köln zu sehen sein.

Bis heute gilt die Kölner Sonderbundaustellung von 1912 als wichtigste Präsentation europäischer Moderne vor dem ersten Weltkrieg, nachhaltige Anregungen gingen von ihr auf Künstler und Publikum aus.

Die im Sommer dieses Jahres in Köln geplante Schau „1912 – Mission Moderne“ soll die ursprüngliche Ausstellung in ihren Schwerpunkten und Zielsetzungen rekonstruieren – und zwar anhand wohl gewählter Beispiele, die ausnahmslos auch Exponate der Sonderbundausstellung von 1912 gewesen sein sollen. August Deusser gehörte – neben seinem Malerkollegen Clarenbach und den beiden Kunsthistorikern Hagelstange und Reiche – zu jener vierköpfigen Kunstkommision, die mit ihrer Auswahl den Ruf der Avantgarde in alle Welt getragen hat. Deusser war aber nicht nur einer der Mitorganisatoren, sondern nahm auch als Künstler an der Ausstellung teil.

Dauer der Ausstellung: 31. August – 30. Dezember 2012, weitere Informationen siehe
www.wallraf.museum


Selbstbildnis im blauen Rock,
1911 (Öl auf Leinwand, 73,5 x 49,5 cm), DBZ-Nr. 11


Schloss Bensberg,
1911 (Öl auf Leinwand, 40 x 62 cm), DBZ-Nr. 305


Getreidefelder (Kornernte),
1906 – 1907 (Öl auf Leinwand, 43,0 x 55,5 cm), DBZ-Nr. 280

Strategische Ausrichtung

Ausstellungsleihgaben sind Teil der aktuellen Kunstkonzeption, welche die Bekanntheit von August Deusser durch forcierte Teilnahme seiner Werke an Museumsausstellungen erhöhen will. Dies betrifft aber nicht nur den Leihverkehr von einzelnen Bildern mit internationalen Institutionen, sondern auch das Projekt einer monographischen Ausstellung zu Werk und Wirken August Deussers. Hierzu wurden zwei Konzepte erstellt und bewertet.

Zum einen ein Ausstellungskonzept der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), welches den Schwerpunkt der heutigen Kontextualisierung des Schaffens hat, und eine zeitgenössische Ausgabe einer „Sonderbund-Ausstellung“.

Das Konzept von Dorothea Strauss, Direktorin des Zürcher Museums Haus Konstruktiv, stellt den Sonderbund in seiner Konzeption und Fragen der Rezeption, Vermittlung sowie Einfluss dieser Bewegung ins Zentrum. Der Stiftungsrat wird 2012 über das weitere Vorgehen im Projekt einer monographischen Ausstellung über das Wirken von und mit Werken von August Deusser entscheiden.